Ab in den Norden! – Chiang Mai – Thailand

Der frühe Vogel…

Die Reise in den Norden Thailands startete zeitig. Wir fuhren mit Transfer, Bus, Fähre, Bus… zum Flughafen in Surat Thani, wo uns Nancy erwartete. Zu unserer Überraschung war auch James (der Amerikaner) mit dabei. Die beiden hatten zwischenzeitlich in Koh Tao zusätzlich zur normalen Tauch -Lizenz den Kurs für Fortgeschrittene belegt. Unser ca. 1,5-stündiger Flug ging nach Chiang Mai im Norden Thailands. Dort ließen wir uns im Taxi und im Hostel Tipps für Unternehmungen geben. Es werden viele Attraktionen mit Elefanten angeboten, aber da die Tiere in den meisten Fällen nach „Ladenschluss“ dressiert und gequält werden, kommt sowas für mich nicht in Frage. Wir schlossen uns noch mit den anderen Hostelbewohnern aus England, Schottland, Amerika, Kanada… kurz und gingen dann in Richtung des Night-Markets. Auf dem Weg dahin kamen wir beim „Falafelisten“, einem äußerst empfehlenswerten Restaurant, vorbei und aßen mal wieder etwas Frisches, nicht allzu fettiges. Wir staunten nicht schlecht wie viel günstiger alles auf ein mal war. Der Höhepunkt war der Nachtmarkt… Kleidung, Bücher, Portemonnaies, andere Artikel, Schmuck, Speisen und Getränke (besonders die berühmten Frucht Shakes) waren teilweise das Dreifache günstiger als im Süden. Es war der Himmel auf Erden, aber viel zu verlockend, da es so viele schöne Sachen gab. Und ich bin sonst gar kein Shoppingtyp (Die meisten wissen das)! Da geht das Geld trotz des niedrigen Preises schnell verloren. Zusätzlich müssen wir uns aufgrund des Platzmangels in unseren Backpacks bremsen. Dennoch macht es immer wieder Spaß über solche Märkte zu schlendern und die Vielfalt des Angebots sowie die Verkäufer zu erleben. Diese sind entweder total enthusiastisch, fast schon penetrant oder relaxt, am Handy Spielend oder am Schlafen. Es folgte eine wunderschöne Nacht im besten Hostelbett (meist Doppelstock) bis jetzt…Die Bettwäsche war himmlisch – wie im Hotel.

 

Es raschelte im Busch…

Am nächsten Tag schloss sich Alex, den wir im Hostel kennenlernten, unserer Truppe an. Ein angenehmer, lustiger Student aus Trier. Wir fuhren mit einem der Minibus-Taxis, welche hinten offen sind und 10 Personen fassen können, zu einem sehr großen und schönen Tempel, dem Wat Phrathat Doi Suthep. Dieser ist unter anderem berühmt für eine lange Treppe, welche zum Eingang führt. Dort zahlten wir einen schmalen Taler Eintritt und mussten uns wieder verhüllen, bevor wir den Tempel betraten – also Schultern bedeckt und möglichst knielange Kleidung. Ich hatte nur ein Tuch für die Beine und nahm dankend Alex‘ noch nasse und etwas muffige Regenjacke. Es war „schön“ warm. Wir schauten uns weiter um, bewunderten die schön geschmückten Buddha Statuen, sprachen im „Monk-Chat“ mit einem jungen Mönchen und genossen die Aussichten. Über die Landschaften im Norden kann man wirklich nur staunen… unbegreiflich schön!

 

Die Abenteuerlust packte uns und zog uns wieder in den Jungel neben der Tempelanlage. Auf einem kleinen Trampelpfad steuerten wir in Richtung eines Wasserfalles. Dieses mal begleiteten mich Matze, Alex und Nancy (mit ihrem 5 kg schweren Kameraequipment). Der Pfad entwickelte sich schnell zu einem Weglein und später zu einem Ratespiel. Auf dem Weg entdeckten wir wieder krasse Bäume, angefahrene Tiere und lauschten den Jungelgeräuschen. Dieses verdammt laute Zirpen der Zikaden war natürlich auch nicht zu überhören (vergleichbar mit einem Presslufthammer in 5 Meter Entfernung). Man hört sie in Thailand überall, auch außerhalb des Jungels.

Wir hatten die Hälfte geschafft und hörten plötzlich Geräusche im Busch. Es war Galina aus Essen, die da versuchte den Weg zu finden. Wir nahmen sie auf und kamen fröhlich beim Wasserfall an. Dort holte sie ihre neue Ukulele heraus und wir „feierten“ die Ankunft. Doch die wahre Herausforderung folgte, als wir versuchten zu einem weiteren Wasserfall zu gelangen. Der Weg, welcher ja eigentlich die ganze Zeit kein richtiger war, hörte promt auf und wir wussten nicht weiter. Schlugen und durch das Dickicht, Nancy rutschte sogar ziemlich übel an einem Stein ab. Daraufhin gingen wir einfach den selben Weg zurück, bevor noch mehr passieren konnte. Tja, manchmal ist das doch die beste Entscheidung.

 

Der nächste Tag begann mit einem wieder mal besonders gesunden Frühstück:

Dafür war das Mittagessen umso besser. Im „Morning Glory“, einem vegetarischen/veganen Restaurant, aß ich mir mal wieder ein Foodbaby an. 😀

sächsisch: „fertsch“

An dem Tag machten wir nicht viel, kümmerten uns ein wenig um die Weiterreise, besuchten zwei kleine Parks und staubten ein kostenloses Kebab ab. (Nicht mit dem Döner/ Dürüm in Deutschland zu vergleichen, aber okay.) Diese Parks in Thailand finde ich im Übrigen richtig gut. Sie haben teilweise eine Art Sportplatz integriert und sind sehr beliebt und gut besucht. Die Einheimischen haben dort Flächen für Ballspiele, kleine Straßen zum Joggen oder Inlineskaten, die sich durch den gesamten Park schlängelt, Fitness-Geräte für leichte Übungen und manchmal auch Gewichte. Jung und Alt sind dort anzutreffen, um sich in irgendeiner Art und Weise zu bewegen. Sozusagen ein entspanntes Fitnessstudio im Freien, für alle kostenlos zugänglich und ohne Muskelvergleiche.

 

Den letzten Abend in dieser Formation feierten wir noch ein wenig mit Caipirinhas, Mojitos und Billiard. Es war sehr witzig. Am nächsten Tag verabschiedeten wir Nancy nach Bangkok, James nach Koh Chang und wir zogen weiter nach Pai. Einem liebevollen, kleinen Hippie-Städchen, ebenfalls im schönen Norden Thailands.

3 Replies to “Ab in den Norden! – Chiang Mai – Thailand”

  1. Wie kann denn bitte ein geschenkter(!!!!) Döner nur ganz Okay sein?! 😂

  2. Bin schon drauf gespannt was im nächsten eintrag alles erwähnt wird 😀

  3. Super. Schöne erlebnisse. Geniesst die zeit

Schreibe einen Kommentar