Elektroschocks in Indonesien – Bali

Indonesien – das Land der Tausend Inseln…

Genau genommen gehören zu dem Inselstaat mehr als 17000 Inseln.

Wir waren hauptsächlich nur auf einer – Bali – der wohl bekanntesten. Außerdem kurz auf der Insel Java, aber dazu lest ihr im nächsten Beitrag mehr.

Nancy war schon ein paar Tage eher auf Bali, Matze und ich kamen nach. Wir buchten eine Unterkunft über Airbnb … eine wunderbare Entscheidung, denn somit hatten wir ein Haus für uns. Passend gelegen – irgendwo im Nirgendwo (Tabanan) auf Bali. Wir hatten endlich mal wieder Platz und Zeit für uns selbst! Runterkommen von dem stressigen Hin und Her war nach der Reise über Bangkok dringend nötig!

Glücklicher Weise wurden wir von unserem Freund Sunoto, auch bekannt als Mr. Elektro, vom wunderschönen Flughafen (!) in Denpasar abgeholt. Nach einer wilden Fahrt ( der indonesische Verkehr ist tatsächlich noch rasanter als in Thailand ) kamen wir nachts irgendwie bei unserer Unterkunft an. Mit Pool und großer Küche…Luxus! Endlich wieder selber kochen, Yoga und bisschen Sport machen!

Wir besorgten uns wieder Scooter / Mopeds, erkundeten die Gegend, machten kleine Ausflüge zu abgeschiedenen Tempelanlagen, kauften günstig frisches Obst und Gemüse, Reis und Tempeh. Dieses vegetarische/vegane  indonesische Produkt aus Sojabohnen suchte ich in Deutschland leider vergebens in den Märkten. Im Internet bestellen – viel zu teuer. Daher war ich seelig endlich mal Tempeh  ausprobieren zu können. Seit dem aß ich jenes so gut wie jeden Tag.

Der Grund dafür warum wir uns in diese abgelegene Stadt „Tabanan“ begaben ist unser Freund Sunoto (Mr. Elektro). Ich bin stolz ihn nun als Freund bezeichnen zu können, da er uns eigentlich nur durch meinen Bruder, Sebastian Linda und deren Meisterwerk  „the journey of the beasts“ bekannt war.  (Jeder sollte sich diesen einzigartigen Film gesehen haben – 30 Minuten gut investierte Lebenszeit) Trotzdem war es von Anfang an vertraut und entspannt mit  ihm. Noch nie gesehen bezeichnete er mich als „my little sister“, weil er so gut mit meinem Bruder befreundet ist. Wir besuchten ihn und seine Familie in seinem Therapieraum neben seinem kleinen, einfachen und etwas brüchigem Haus. In der Ecke stand sein Skateboard.  Liebevoll bekamen wir Snacks und Limonade bevor wir uns „schocken“ lassen durften.

Was passierte? Ihr seht es auch im Film …er kann Elektrizität durch seinen Körper leiten und nur durch seine Berührung kontrolliert er die Muskeln. So therapiert er diverse Patienten aus Indonesien und aller Welt. Oder erlaubt sich eben einen Spaß, wie bei uns, und lässt die Muskeln tanzen. Es war zu krass, wie er unsere Bewegungen steuern konnte und zu lustig, was wir von uns gaben.

Das Krasseste seht ihr auf dem nächsten Bild. Er berührte die Augen und die Stirn (third eye) …alles flackerte und Muster kamen zur Erscheinung (zB. Bestandteile der Blume des Lebens). Am Ende der Prozedur fühlten wir uns entspannt, belustigt und gut.

Anschließend  sind wir mit seinem Sohn, anstatt ihm, Skateboard gefahren. Er musste weitere Patienten behandeln, welche extra aus Russland angereist waren.

Bei der Rückfahrt von dieser Art Sportplatz haben wir einen unserer Scooter abschleppen müssen. Nachdem das Problem behoben wurde fuhren wir mit Sunoto zu einem Markt und deckten uns mit frischen und günstigen Lebensmitteln ein. Somit schlossen wir diesen erlebnisreichen Tag mit der Zubereitung und dem Verzehr des Abendessens ab.

Den Tag darauf haben wir unser schönes Häuschen verlassen und sind in die beliebte Stadt Ubud gereist. Dort checken wir im „Angrekk Mas“, einem etwas neueren, richtig guten Hostel ein.

Foto by www.nawae.me

In Ubud verbrachten wir ein paar Tage, haben uns für Fahrräder geliehen, sind durch Reisfelder gestapft, haben Affen gesehen, Naturkosmetik selbst hergestellt, uns ausgeruht, wieder Farbe unter die Haut bekommen, gut gegessen und geshoppt. Zudem haben wir wieder interessante (und auch weniger interessante) Menschen getroffen und Orte entdeckt.

Zum Beispiel das Lokal 9Angels, in dem eine „Muddi“ den ganzen Tag köstliches Essen für viele Menschen zubereitet und alles auf Spenden basiert. Man bekommt eine etwaige Vorgabe, wie viel etwas kosten würde, bezahlt aber trotzdem so viel, wie man für richtig hält. Ich liebe dieses Prinzip weil solche Orte freundlich, einfach und warm sind und es irgendwie von Herzen kommt. Es steckt viel Mühe und Nächstenliebe dahinter. Andererseits nutzen das auch viele Menschen aus.

Foto by www.nawae.me
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Bei der Arbeit

Was uns deutlich in diesem Land deutlich auffiel: es leben Hinduisten und Muslime Tür an Tür friedlich und respektvoll zusammen. Jeder hilft jedem. Mehr muss ich dazu nicht sagen.

Als wir genug von dem schönen aber touristischen Flair hatten, sind wir wieder nach Tabanan gefahren, um uns  mit unserem Freund Sunoto auf einen „kleinen“ Trip zu begeben.

Fortsetzung folgt.

PS:

Ich freue mich über jeden Leser und Kommentare. Danke euch!

Es hatten hoffentlich alle ein schönes Weihnachtsfest und ich wünsche für das neue Jahr alles Beste! 

 

 

One Reply to “Elektroschocks in Indonesien – Bali”

  1. Ihr habt wunderschöne erlebnisse. Geniesst es. Lg

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