„Tschüss“ oder „auf Wiedersehen“ – „Bye bye“ or „see you later“, Australia ?

Zuerst gibt es hier ein sehr kurzes Video von meiner Gruppe und unsere Zeit beim Yoga-Teacher-Training zu sehen. Erstellt wurde es von unserem Chinesen, der gerne ein längeres Video erstellen wollte, aber eh schon seine wertvolle und knappe Vorbereitungszeit (für die Prüfungen) opferte. Ihr seht Ausschnitte aus der „Arial Yoga Class“ und von unserer „Talentshow“. Viel Spaß:)

Und nun wie versprochen hier noch ein paar Zeilen zu den letzten Wochen in Australien.

Leider habe ich durch das Kaputtgehen meines Smartphones die meisten Bilder der schönen letzten Wochen verloren. Hier im Beitrag seht ihr nun die übrigen Schnappschüsse der letzten Tage, sowie Fotos von Nancy.

Ich hätte euch gerne meine wunderbare Gastfamilie gezeigt, in der ich als Au-Pair auf die beiden Mädels Sophie (7 Jahre) und Freya (5 Jahre) aufpassen durfte. Nebenbei habe ich an den Wochenenden, wie im letzten Australien-Beitrag erwähnt, im Restaurant „Loving Hut“ gearbeitet. Es war eine wunderbare Zeit und für mich die angenehmste und beste Arbeitszeit meines Aufenthaltes in Australien. Ich war schon etwas traurig, dass es letztendlich nur 4 Wochen als Au-Pair und insgesamt 6 Wochen in der Familie waren. Gerne hätte ich mehr Zeit in diesen Umständen verbracht. Ich wurde aufgenommen und behandelt, als wäre ich schon immer Bestandteil der Familie gewesen. Alle waren herzlich und fürsorglich.

Sparen ließ sich auch gut (trotz weniger Geld als bei der Farmarbeit), da ich keine Ausgaben für Unterkunft und Essen hatte. Ich musste mir nicht die billigsten Lebensmittel kaufen und hatte mein eigenes Zimmer und Bett. Luxus für einen Backpacker! Zwischendurch konnte ich alle Freunde sehen (Nancy, Nicky, Matze, Bas…). Nicht zu vergessen, dass ich mein Englisch um einiges verbessern konnte.

Kurzurlaub im Zelt

Um noch etwas anderes als Melbourne und Tasmanien von Australien zu sehen, flog ich an die Ostküste nach Byron Bay. Die Anreise lief etwas anders als geplant – lange Geschichte. Dort habe ich mich für 6 Tage Nancy und Nicky angeschlossen, die mit ihrem Auto einen Roadtrip machten. Diese Gegend (Byron Bay, Gold Coast) ist berühmt für traumhafte Strände und hohe Wellen. Das Surfer-Paradies schlechthin. Daher konnte ich den Punkt „Surfen lernen in Australien“ auf meiner Checkliste abhaken. Leider war es kein Beach-Boy, der sich mit mir in die Wellen stürzte, sondern Nicky. :p Natürlich war ich sehr froh darüber, denn sie hat einen tollen Job als Lehrer gemacht und ich habe mich auch gut angestellt, meinte sie. 🙂

Wir waren beim Leuchtturm in Byron Bay, sind in die „Hippie-Stadt“ Nimbin (leider sehr kommerziell) gefahren und haben einen Ausflug zu Wasserfällen, den Minyon Falls, gemacht. – Tolle Gegend, wahnsinnig schöne Natur, langer Trip und ansehnliche Fotos, die dort entstanden sind.

Lighthouse Byron Bay – Australia

 

Minyon Falls – Australia

 

Prozessbild „Behind the scenes“

 

Geschlafen haben wir, wie auch sonst, äußerst unbequem: entweder zu dritt im Auto, irgendwo im Nirgendwo (meist auf einer Art Rastplatz oder auf dem Zeltplatz) und wie die Sardinen in der Büchse, oder ich im Zelt (auf Beton oder Steinen mit Grasstängeln dazwischen). Ohne Kühlschrank mussten wir jeden Tag einkaufen und darauf achten, dass es sinnvoll, sättigend und billig ist. Aber ich beschwere mich nicht, denn es war (und ist) eine schöne und lustige Zeit als Überlebenskünstler. So lernt man viele Dinge wirklich sehr zu schätzen, im Alltag geht es leider zu sehr unter, da alles selbstverständlich scheint. Das wisst ihr sicher alle selbst, aber ich möchte an dieser Stelle zum Nachdenken und Dankbar-Sein anregen.

Der Abschied von der Familie, Freunden, Kollegen, der Stadt und dem Land war schwer. Obwohl der Grund des Weiterreisens ein schöner war. Wenn die Umstände passen, komme ich wieder. Es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass man auch am anderen Ende der Welt mit offenen Armen empfangen und gebraucht wird.

goodbye to my friends Matze (r.) and Bas (l.)

 

Übrigens ist das der Beitrag für den ich am längsten Zeit zum Schreiben gebraucht habe, weil Max und Annemarie mich hier gepflegt ablenken. Wir haben Spaß 😀 – Indien, Goa, 02. Mai 2018

Ich freue mich wie immer über Kommentare, gerne auch Fragen stellen. Bis zum nächsten Beitrag. Und vergesst den täglichen Apfel nicht!

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